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Als Grundlage für das aktuelle Geschehen dient der Glücksspielstaatsvertrag. Dieser reguliert sämtliches Glücksspiel, beginnend bei staatlichen Lottogesellschaften über stationäre Spielhallen und Casinos, über in Kneipen stehende Spielautomaten. Auch Sportwetten jeglicher Art fallen darunter – und natürlich das Online-Glücksspiel in entsprechenden Casinos. Die Sachlage:

Erlaubt – online und offline sind aktuell nur Lizenzen für die typischen Lottogesellschaften gängig. Eine Ausnahme bilden wenige Casinos aus Schleswig-Holstein und ebenfalls wenige Sportwettenanbieter, die nun mit Nachdruck die längst beantragte Lizenz erhalten haben.
Verboten – Online-Glücksspiel ist nach dem Glücksspielstaatsvertrag nur lizenzierten Betrieben erlaubt. Online-Casinos erhalten bislang keine Lizenz, zumindest keine deutsche. Das Glücksspiel auf Bundeslandebene geregelt wird, erwarten die Behörden, dass Anbieter sicherstellen, dass das Angebot ausschließlich von Menschen aus diesem Bundesland erreichbar ist 666casino.com.
EU-Recht – mit dem Verbot tritt das EU-Recht mit ins Geschehen ein. Denn dieses sieht sogenannte Länder- oder Ortssperren nicht vor. Online-Casinos müssen überall in der EU erreichbar sein.
Umgang – die Casinos arbeiten, um dem EU-Recht zu entsprechen, mit EU-Lizenzen, die meist aus Gibraltar oder Malta stammen. Diese sind absolut legal und rechtskonform und ermöglichen auch deutschen Online-Anbietern den Betrieb. Dennoch befinden sich die Anbieter in einer rechtlichen Grauzone, da sie zwar dem EU-Recht folgen, dem deutschen Recht hingegen nicht.
Genau dieses Durcheinander will Hessen nun in einem Vorstoß beenden. Bereits Schleswig-Holstein hatte sich damals nicht dem Glücksspielstaatsvertrag angeschlossen und eigene Online-Lizenzen verteilt. Diese Casinos sind heute noch auffindbar, doch werden Besucher, die nicht in Schleswig-Holstein leben, automatisch auf eine Casinoseite unter EU-Lizenz weitergeleitet.

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